Fitness-Wunder Kokosöl

Geteilt am 22 November 2017

Neue Superfoods lösen bei Fitnessbloggern, Gesundheitsfanatikern und passionierten Sportlern regelmäßige Hypes aus und werden dank ihrer vermeintlichen Superkräfte gerne als Allheilmittel beschworen. So gilt auch Kokosöl als absoluter Dauerbrenner und ist auf der Hype-Skala ganz weit oben. Doch neu ist dieses scheinbare Wundermittel – im Gegensatz zur hippen Goji-Beere oder den Chiasamen – eigentlich nicht. Denn das gute, altbekannte Kokosnussöl wird seit etlichen Jahren überall auf der Erde in jedem erdenklichen Lebensbereich eingesetzt. Sei es als gesundes Bratfett, Backzutat, Haaröl, Hautpflegeprodukt, beliebtes Diätprodukt oder in einem Bulletproof Coffee.

Hier kannst du Kokosöl überall einsetzen:

  • als gesundes, hitzebeständiges Fett zum Braten (alternativ für Olivenöl, Sonnenblumenöl und co.)
  • als Backzutat für einen geschmeidigen Teig
  • natürlicher Beautyhelfer für geschmeidige Haut und glänzende Haare
  • als natürliche Süße
  • als veganen Brotaufstrich (als Alternative für Margarine und Butter)
  • als Grundlage für einen Bulletproof Coffee (Energie-Kaffee aus einem Butter-Öl-Gemisch)
Kokosnuss und Kokosöl

 

Doch wird das exotische Wundermittel seinem Ruf wirklich gerecht und macht Unmögliches wahr? Kann ein einzelnes Öl wirklich bekömmliches Fett, gesunde Süße und Beauty-Waffe in einem vereinen? Und das Alles – wie es sich gehört – natürlich vegan und wenn möglich in bester Bio-Qualität? Damit du dich nun nicht allein durch den Informations-Dschungel kämpfen musst, haben wir in diesem Beitrag die wichtigsten Facts rund um das heiß diskutierte Kokosöl für dich zusammengestellt. Lass uns mit einer kurzen Einführung über das exotische Wunderkind starten. 

Kokosöl - Ursprung des Exoten

Dass das Kokosöl weit mehr ist als ein gehypter Superfood-Trend lässt sich an der langen Traditionsgeschichte des exotischen Öls ablesen. Seit bereits 3000 bis 4000 Jahren werden Kokospalmen im malaiischen Archipel kultiviert. Wirtschaftliche Bedeutung erlangten die Kokos-Plantagen jedoch erst im 19. Jahrhundert. Heute wird die Kokospalme weltweit in tropischen Zonen – wie Indonesien, Philippinen und Indien – im Küstenbereich oder an Flussufern angebaut. Mit der verstärkten Nachfrage hat sich die Nutzung und damit die Kokosnussproduktion natürlich stark erhöht.

Und wie wird aus der Kokospalme das eigentliche Kokosöl? Geerntet werden zunächst die Früchte, die bekannten Kokosnüsse, der Kokospalme. Das Fruchtfleisch – auch Kopra genannt – wird dann zerkleinert und getrocknet. Anschließend kommt eine Ölmühle zum Einsatz, um das Kokosöl aus dem getrockneten Fruchtfleisch zu pressen. Soll das Öl später als Speisefett fungieren, wird das Öl raffiniert und desodiert. Ein besonderer Vorteil liegt vor allem in der langen Lagerungen des fertigen Öls, denn gekühlt ist es ein bis zwei Jahre haltbare.

Die unterschiedlichen Konsistenzen von Kokosöl

In Sachen Konsistenz gleicht Kokosöl fast schon einem Chamäleon. Bei normaler Raumtemperatur ist es weiß und fest, ähnlich wie Butter. Bei heißen Außentemperaturen – wir denken an die wirklich warmen Sommertage – oder in der Pfanne wird es hingegen flüssig und fast durchsichtig.

Nachdem wir geklärt haben wo Kokosöl seinen Ursprung findet interessiert uns natürlich die brennende Frage, was das flüssige Gold nun eigentlich so interessant macht. Denn eins ist klar: Geht es um Kokosöl sind die Versprechen groß! Doch sind sie wirklich alle berechtigt? Wie gesund ist das Öl tatsächlich?

Gesundes Fett - Das macht Kokosöl so wertvoll

Im nächsten Abschnitt soll es darum gehen, was das exotische Fett so wertvoll macht, dass es einem regelrechten Hype wieder fallen ist. In erster Linie lässt sich die Beliebtheit des Kokosöl damit begründen, dass es zu den gesündesten Fetten überhaupt gehört. Das Wunder-Öl wird zudem für die vielfältigsten Anwendungsgebiete genutzt und ist ein wahrer Allrounder in Küche und Bad. Selten hat ein pflanzliches Öl mit seinen innerlichen wie auch äußerlichen Anwendungsmöglichkeiten so gepunktet. 

Die wichtigsten Inhaltsstoffe: Das ist drin im Super-Öl der Kokosnuss

  • Kokosöl besteht zu über 90 Prozent aus gesättigten Fettsäuren
  • es hat einen besonders hohen Laurinsäureanteil, er liegt bei ca. 50-60%
  • kurbelt den Fettstoffwechsel an und hemmt das Wachstum von Viren, Bakterien und Pilzen (es wirkt also antibakteriell)
  • es besteht größtenteils aus Triglyceriden, die gesättigte Fettsäure-Reste enthalten
  • Kokosöl enthält Spuren von wertvollen Mineralien, wichtigen Aminosäuren, B-Vitamine und Vitamin  E und Selen
  • ACHTUNG: wird Kokosöl raffiniert geht das Vitamin E verloren sowie wichtige Spurenelemente, am Ende verbleibt eine verminderte Qualität
  • BENEFIT: naturbelassenes Kokosöl ist gut bekömmlich, dein Körper braucht zur Verdauung keine fettspaltenden Enzyme oder Gallenflüssigkeit.
  • Kokosöl wird daher auch gerne im Ausdauersport als vermeintlich schnelle, unbelastende Energiequelle eingesetzt

Schüssel mit Kokosöl, nebendran eine geöffnete Kokosnuss

Gehören gesättigte Fettsäuren nicht zu den “bösen” Fetten?

Eine durchaus berechtigte Frage, denn lange Zeit ging man davon aus, dass gesättigte Fettsäuren, wie du sie auch in Butter, Milch, Milchprodukten und Fleisch vorfindest, durchweg schlecht für die Gesundheit seien. Viele Studien besagen daher, dass gesättigte Fettsäuren zu erhöhten Blutfett- und Cholesterinwerten führen und sogar das Risiko für einen Herzinfarkt und Schlaganfall ansteigen lassen. Eine großangelegte Studie aus dem Jahr 2015 ging dieser Frage nach und untersuchte den Zusammenhang zwischen gesättigten Fettsäuren und dem Risiko für Herzinfarkt, Gefäßerkrankungen sowie der Gesamtsterblichkeit. Die Forscher kamen schlussendlich zu dem Ergebnis, dass es keinen Zusammenhang zwischen der Zufuhr gesättigter Fettsäuren und folgender Herzinfarkte sowie der Gesamtsterblichkeit gibt.


GUT ZU WISSEN: Mittelkettige gesättigte Fettsäuren – genauer mittelkettige Triglyceride (MCT) – können sogar helfen erhöhte Blutfettwerte zu normalisieren und den Körperfettanteil zu reduzieren, da sie den körpereigenen Fettstoffwechsel anregen können. Daher sollten deine Vorurteile gegenüber den gesättigten Fettsäuren – speziell die im Kokosnussöl – der Vergangenheit angehören.


Also kann man ohne Bedenken beherzt zu jeglichen Fetten greifen? Nein! Aufpassen solltest du auf jeden Fall bei den Transfettsäuren, einer Untergruppe der ungesättigten Fettsäuren. Transfettsäuren gelten als Krankmacher und stecken vor allem in Fertigprodukten, in Süßwaren und in Allem, was frittiert wurde. Sie stehen im Verdacht nicht nur der Figur zu schaden, sondern auch den Gefäßen, dem Herzen und sogar dem Gehirn. Daher solltest du einen übermäßigen Verzehr von industriell verarbeiteten Fetten vermeiden – klar Pommes, Pizza und Süßkram schmecken, aber sie sollten nicht den Großteil deiner Ernährung ausmachen.

Merke: Obwohl Kokosöl zum Großteil aus gesättigten Fettsäuren besteht, kann es sich positiv auf deine Gesundheit auswirken und belohnt dich mit zahlreichen Benefits.

Kurz und knapp: Diese Benefits kann Kokosöl auf deine Gesundheit haben

  • Kokosöl erhöht den Energieumsatz und steigert die Fettoxidation
  • Es versorgt dich mit vielen wertvollen Inhaltsstoffen wie Vitaminen und Spurenelementen
  • Kokosöl ist gut bekömmlich und kann leicht verdaut werden
  • Durch den regelmäßigen Verzehr von Kokosöl besteht die Möglichkeit erhöhte Blutwerte zu normalisieren
  • Kokosöl kann Kariesbakterien im Mundraum abtöten und beugt damit der Entstehung von Karies entgegen

Auch die Story behind – wirklich wichtig, wenn ein neues Superfood so richtig durch die Decke gehen soll – stimmt beim Kokosöl. Der maßgebliche Erfolgszug des tropischen Öls begann in den 1960er-Jahren mit dem neuseeländischen Forscher Dr. Ian Prior. Dieser führte die “Pukapuka Studie” durch, benannt nach einer polynesischen Insel. Auf dieser fand er ein bis dahin völlig unbekanntes Inselvolk, das sich größtenteils von frischen Kokosnüssen sowie Kokosöl ernährte. Der Clou an der Geschichte: die Forschungen zeigten, dass der hohe Verzehr von Kokosnüssen und Kokosöl scheinbar den Großteil der Inselbewohner gesund hielt. Dr. Prior führte den außerordentlichen Gesundheitszustand daher auf die Inhaltsstoffe der Kokosnuss zurück.

Zusammenfassung: Was zeigt die durchgeführte “Pukapuka Studie”?

  • untersuchtes Inselvolk zeigte einen nahezu perfekten Gesundheitszustand
  • fast alle wiesen einen idealen Bodymaßindex und kaum Zivilisationserkrankungen auf
  • auch Zahnverfall und Karies waren auf der Insel so gut wie unbekannt
  • Inselbewohner hatten trotz des hohen Fettkonsums durch Kokosöl einen geringen Körperfettanteil + gute Blutfettwerte

WICHTIG: An dieser Stelle sollte unbedingt ergänzt werden, dass natürlich auch die generellen Lebensumstände der untersuchten Inselbewohner die Studienergebnisse beeinflussen. Daher solltest du beachten, dass auch der Genuss von naturbelassenen Lebensmitteln – wie sie auf der isolierten Insel reichlich vorkamen – ein entscheidender Punkt zur Bewertung der Studie ist. In Verbindung mit dem täglichen Konsum von Kokosöl, ergibt sich so trotz – oder gerade wegen – der erhöhten Fettzufuhr ein idealer Bodymaßindex und geringer Körperfettanteil.

Diese und viele weitere Studien zeigen, dass die außerordentlichen Bestandteile des Kokosöls viele gesundheitliche Vorteile für dich haben. Mittelkettige Fettsäuren, viele Vitamine, wertvolle Mineralstoffe, Aminosäuren und Antioxidantien – das sind die klaren Benefits, die hochwertiges Kokosöl enthält.

Kokosöl im Glas

Übrigens: Wusstest du, dass rohe, unbehandelte Kokosnüsse zu den gesündesten und nährstoffreichsten Lebensmitteln gehören? Das daraus gewonnene, native Kokosöl gilt als eines der gesündesten Öle überhaupt.

Unser Fazit: Ist der Hype um Kokosöl nun gerechtfertigt?

Anders als vielleicht manch anderes gehyptes Superfood kann Kokosöl seine Versprechen wirklich halten. Die wertvollen Inhaltsstoffe des tropischen Öls wirken sich nicht nur in puncto Gesundheit positiv aus, sondern ergänzen auch sinnvoll deine Haut- und Haarpflege. Durch seine vielseitigen Einsatzmöglichkeiten kannst du Kokosöl ideal in deinen Ernährungsplan einbauen. Verwende es als gesundes Fett zum Braten, zaubere leckere Backkreationen oder exotische Menüs im Wok.

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